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Schüler retten Leben - Multiplikator für Reanimation

Ansprechpartner

Herr
Ferdinand Czermack

Tel: 0981/46115-25
czermack@kvansbach.brk.de
Kontaktformular

Henry-Dunant-Str. 10
91522 Ansbach

Telefonzeiten:
Montag bis Donnerstag
08.00 - 12.00 Uhr und
12.30 - 16.00 Uhr
Freitag
08.00 . 12.00 Uhr

Die Idee

GRC & BAGEH: Reanimationsunterricht in Schulen (Komm. Ausgabe 2014)

Beim plötzlichen Kreislaufstillstand außerhalb des Krankenhauses ('plötzlicher Herztod') sind die Chancen zum Überleben ungünstig. Da Hirnzellen nur 4-5 Minuten Sauerstoffmangel ohne Schaden überstehen, kommt der Rettungsdienst in aller Regel zu spät. Unter realistischen Bedingungen vergehen nämlich vom Moment des Kreislaufstillstandes (Kollaps) bis zum Beginn der Maßnahmen durch den Rettungsdienst mindestens 7 Minuten (s. Abb.). Den größten Einfluss auf eine Verbesserung der Überlebensquote hat daher der ersthelfende Augenzeuge. Dies ist in einer Vielzahl von internationalen Studien belegt worden; über eine Verdoppelung bis Verfünffachung des Überlebens bei guter Lebensqualität wird berichtet. Im Vergleich zu anderen entwickelten Ländern ist in Deutschland die Quote der Wiederbelebung durch Ersthelfer allerdings niedrig (Skandinavien 40- 70%, USA 40-50%, Deutschland 10-20%), es besteht erhebliches Verbesserungspotential. Eine Steigerung der Wiederbelebungsrate ist nach Ansicht von Experten nur durch flächendeckendes Training von mindestens 20% der Bevölkerung zu erreichen. Dies ist nur möglich, wenn diese Kompetenz frühzeitig im Verlauf des lebenslangen Lernens als Kulturfertigkeit verankert wird. Konsequenter Weise unterhalten die skandinavischen Länder, Großbritannien, USA und Kanada seit Langem entsprechende nationale Programme in ihren schulischen Curricula. Auch die aktuellen internationalen Leitlinien für Wiederbelebung von 2010 betonen in besonderer Weise die Notwendigkeit einer entsprechenden Ausbildung von Laien.

Der Grund

Am 23. Juni 2019 veröffentlicht das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus in der Bekanntmachung Az. V.8/BS4402.44/41/2 neue Richtlinien zur Ausbildung von Schülerinnen und Schülern in Erster Hilfe. Im Punkt 1.3 stehen die Empfehlungen zur Kompetenzentwicklung im Bereich Wiederbelebung an weiterführenden Schulen. Damit kann in Bayern die Laienreanimation als Erste-Hilfe-Maßnahme zur Selbstverständlichkeit werden. Das Rote Kreuz Ansbach bietet die entsprechenden Lehrerfortbildungen für Sie an.

Am 6. Juni 2014 befürwortete die 395. Sitzung des Schulausschusses der Kultusministerkonferenz in Düsseldorf die Einführung von Unterrichtseinheiten zum Thema Reanimation im Umfang von einer Doppelstunde pro Jahr ab Jahrgangsstufe sieben. Der Schulausschuss als Fachorgan der Kultusministerkonferenz empfiehlt in seinem Beschluss, Lehrkräfte so zu schulen, dass diese den Unterricht selbst durchführen können und die Schulen somit selbständig Wiederbelebungstrainings in den Unterricht integrieren können. Dieser Beschluss markiert eine Zeitenwende:

Reanimationsunterricht in Schulen kann nun deutschlandweit Realität werden. Wenn Menschen als Kinder lernen, die Maßnahmen der Wiederbelebung zu beherrschen, wird langfristig der Anteil an geschulten Personen der Gesellschaft steigen, die im Notfall bereit und Willens sind, effektiv zu helfen. Erfolgreiche Projekte u.a. in Skandinavien zeigen, dass die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern auch deshalb als sinnvolle Möglichkeit, die Quoten der Laienreanimation zu erhöhen, weil Schüler über Jahre wiederholt und sinnvoll aufbauend instruiert werden können. Zudem ist es wissenschaftlich gut belegt, dass Kinder vor der Pubertät geringere Hemmungen gegenüber der Anwendung von Erster Hilfe aufweisen.

Die Umsetzung in Stadt- und Landkreis Ansbach

Das Bayerische Rote Kreuz Kreisverband Ansbach ist Ihr starker Partner in diesem Projekt. Zusammen mit der Hilterhausstiftung, die uns finanziell unterstützt, organisieren wir zunächst die Ausbildung der Lehrkräfte zum Multiplikator für Reanimation an Schulen. Diese Fortbildung dauert ca. 4 bis 6 Unterrichtsstunden à 45 Minuten und vermittelt sowohl medizinische Hintergründe zur Reanimation mit Beatmung und Einsatz eines Automatischen Externen Defibrillators (AED), als auch die pädagogischen Inhalte zur Umsetzung des Konzepts "Schüler retten Leben".

Wenn die fertig ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer an ihrer Schule dann in ein Reanimationstraining starten wollen, kümmern wir uns um die Ausstattung mit genügend Übungspuppen, Matten und weiteren Materialien. Vor allem bei den höheren Jahrgangsstufen, sobald die Beatmung mit trainiert wird, stellen wir die hygienische Aufbereitung der Übungsmaterialien sicher.

Kontaktiernen Sie uns bitte!

Kalender für verfügbares Material

Um an allen weiterführenden Schulen in Stadt und Landkreis Ansbach das Projekt "Schüler retten Leben" umsetzen zu können, müssen wir das benötigte Material koordienieren.

An welchen Terminen Material zur Verfügung steht, sehen Sie in folgender Kalenderübersicht: