Was passiert bei einem Einsatz eigentlich genau? Wie würde es mir ergehen, wenn ich selbst einmal in eine lebensbedrohliche Situation käme? Foto: D. Möller / DRK e.V.
Fragen und Antworten zum RettungsdienstFragen und Antworten zum Rettungsdienst

Ihre Fragen zum Rettungsdienst und unsere Antworten

Ansprechpartner

Leiter Rettungsdienst
Herr Stefan Kornhaas

Tel: 0981/18887-55
Kontaktformular

Henry-Dunant-Str. 10
91522 Ansbach

Wie ist der Rettungsdienst organisiert?

Der Rettungsdienst ist gesetzlich geregelt. Mehrere Landkreise schließen sich zu sogenannten Rettungszweckverbänden zusammen, die die Standorte der Rettungswachen und die Anzahl der bereitzuhaltenden Fahrzeuge beschließen.

Der Rettungszweckverband Ansbach besteht aus der Stadt Ansbach, dem Landkreis Ansbach und dem Landkreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim. Das Rote Kreuz führt im Auftrag des Rettungszweckverbandes den Rettungsdienst durch.

In jedem Zweckverbandsbereich gibt es eine Integrierte Leitstelle (ILS), die den gesamten Rettungsdienst (Notfallrettung und Krankentransport s.u.) und Feuerwehr koordiniert. Bis zum 15. Januar 2003 wurde zusätzlich der ärztliche Bereitschaftsdienst am Wochenende koordiniert. Diese Aufgabe wird nun von sogenanten "KvB-eigenen Vermittlungs- und Beratungszentralen in Augsburg, München und Nürnberg" der kassenärztlichen Vereinigung Bayerns übernommen.
Die Integrierte Leitstelle für unseren Bereich befindet sich in Ansbach und wird derzeit von der Stadt Ansbach betrieben.

Der Rettungsdienst in der Stadt Ansbach und im Landkreis Ansbach...

Rettungsablauf
Alle Foto dieses Beitrags: H.J. Ungeheuer

...wird ausschließlich durch den Kreisverband Ansbach des Bayerischen Roten Kreuzes betrieben.

Koordiniert werden die Einsätze im Rettungsdienstbereich Ansbach von der Integrierten Leitstelle in Ansbach.

Der Rettungsdienst führt die Notfallrettung und den medizinisch notwendigen Krankentransport durch.

 

 

Wie ist das Personal organisiert?

Rettungsdiensthelfer:
Hierbei handelt es sich um einen vierwöchigen Lehrgang, der speziell von Zivildienstleistenden und ehrenamtlichen Helfern besucht wird. Rettungsdiensthelfer führen die Einsatzfahrzeuge, Zivildienstleistende meist nur Krankentransportwagen.

Rettungssanitäter:
Kenntnisse aus dem Lehrgang Rettungsdiensthelfer werden in speziellen Praktika (auf Rettungswachen und im Krankenhaus) vertieft, so dass diese Ausbildung drei Monate dauert. Rettungssanitäter besetzen verantwortlich die Krankentransportwagen.

Rettungsassistent:
Die Ausbildung zum Rettungsassistenten dauert zwei Jahre und wird in Form einer Berufsausbildung durchgeführt. Rettungsassistenten werden verantwortlich auf Rettungswagen und Rettungshubschrauber eingesetzt.

Notarzt:
Dies setzt ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium (i.d.R. 6 Jahre) an einer Universität mit anschließender Approbation (Zulassung) und notfallmedizinischer Weiterbildung voraus.

Warum kommen oft gleich zwei Fahrzeuge des Roten Kreuzes zu einem Notfall?

Grundsätzlich kommt zu einem Notfallpatienten immer ein Rettungswagen. Wenn durch die Schwere des Ereignisses ein Arzt erforderlich ist, wird durch die Integrierte Leitstelle (ILS) das nächstgelegene Notarzteinsatzfahrzeug alarmiert. Der Arzt trifft also separat ein.

Dieses sogenannte Rendezvous-System hat den Vorteil, dass der Arzt zu einem weiteren Notfall weiterfahren kann.

Der ärztlich versorgte Patient wird dann von der Besatzung des Rettungswagens in die nächstgeeignete Klinik transportiert.

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Was ist, wenn ein größeres Unglück passiert?

Alle bayerischen Rettungsdienstbereiche sind verpflichtet, sich bei größeren Ereignissen auszuhelfen. So können z.B. Fahrzeuge aus dem Bereich Nürnberg mit zum Einsatz kommen.

Vom Roten Kreuz werden zusätzlich Schnelleinsatzgruppen (SEG) bereit gehalten, um mit ihrem Personal und Material den Rettungsdienst bei der Versorgung und eventuell beim Transport von Patienten zu unterstützen.

Solche rein ehrenamtlichen Gruppen bestehen in Ansbach, Bechhofen a.d. Heide, Dinkelsbühl, Heilsbronn, Oberdachstetten, Petersaurach und Rothenburg/Tauber.

Darüber hinaus wird vom BRK Kreisverband Ansbach die Sanitätseinsatzleitung (SanEL), bestehend aus Organisatorischem Leiter (OrgL) und Leitendem Notarzt (LNA), sowie die  Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL) gestellt, welche zentral in Ansbach stationiert ist, um so möglichst schnell im gesamten Landkreis zum Einsatz zu kommen.